Februar 2018 – Reflexionen

Wie gehen wir mit Reflexionen nicht nur als Coachee sondern auch als Coach um?

Da gibt es die „Selbst-Rückschau“, in dem ich mich möglichst bald nach dem Coaching hinsetze und die Stunde Revue passieren lasse. Mir Fragen stelle nach Verlauf, nach wirksamen Fragen, nach Schwierigkeiten usw.

Weiters kann ich mir mit einer/m potenten Gesprächspartner/in einen „Außenblick“ gönnen, der den „blinden Fleck“ jedes Menschen, auch des Coach, erhellen kann. Da können Fragen gestellt werden, die ich mir selbst nicht gestellt hätte, da kommen Rückmeldungen mit einer anderen Sichtweise, die hilfreich sein kann.

Auch „Intervisionen“ in einer Gruppe Gleichgesinnter können hilfreich sein, um die eine oder andere Coaching-Stunde gut zu reflektieren und daraus für die weiteren Coachings zu lernen und alternative Aspekte zu überlegen.

Was sind Deine Vorlieben beim Reflektieren?

Wie oft reflektierst Du Deine Coachings?

Advertisements

Jänner 2018 – Vorhaben und Ziele

Jetzt zur Jahreswende und zu Sylvester wie Neujahr häufen sich wieder die „Sylvester-ansätze“ – die Vorhaben für das kommende Jahr. Vielfach werden dabei Formulierungen wie „mehr bewegen“ oder „gesünder ernähren“ oder auch „Gewicht abnehmen“ usw usw. verwendet.

Nicht nur, dass alle obigen Aussgen allgemeine Vorsätze und daher ungenau sind, sind sie auch MASSNAHMEN und keine Ziele bzw. Endergebnisse zu Jahresende 2018. Es fehlt daher die Orientierung und Ausrichtung, was ich mit diesen Maßnahmen erreichen will. Ein weiterer Punkt ist die negative Aussage „Gewicht abnehmen“. Es gibt keine negativen Ziele, weil sie in die Vergangenheit weisen und außerdem auf der Ebene Motivation keine Orientierung ergeben wie besser statt 70 nun 65 kg oder „Jahresende 65 kg“.

Besser wäre Ziele bis zum Jahresende 2018 wie „eine Runde in 15 min. laufen können“ (statt bisher 18 min bspw.) oder „Anteil Gemüse 30 % am Tagesessen“ usw. usw.

Was sind konkrete, überprüfbare und erreichbare Ziele, die statt den Sylvester-vorsätzen auch wirklich eine Orientierung geben und durch die genannten Maßnahmen anstrebbar sind. Wobei es gut ist, diese Aktivitäten und den Weg zum Ziel auch vierteljährlich zu überprüfen. Sonst wird die (negative) Überraschung zum Jahresende  „perfekt“.

Wie habe ich meine Ziele 2018 formuliert? Sind es konkrete Endergebnisse oder gute Vorsätze?

Wie geht es meinen Coachees? Wo gibt es hier fadenscheinige Sylvester-Ansätze oder fantasiereiche Wünsche? Was kann ich tun, damit die Coachees genauer werden, sich Ziele vornehmen und mit welchen Maßnahmen sie daran arbeiten wollen…

 

Dezember 2017 – Vorhaben

Vorhaben 2018

Das Jahresende ist nicht mehr weit. Das ist oft die Zeit, sich verschiedene Überlegungen für das kommende Jahr anzustellen, Ziele zu formulieren, Maßnahmen zu planen…

Wie gehe ich nun an diese Vorhaben effektiv heran, sodass sie nicht nur Schaumschlägerei werden?

a) Was interessiert mich für 2018 besonders? Was möchte ich da unbedingt angehen? (Skala von 1 – 10 bei mindestens 7/8 – d.h. viel Energie, starke Bereitschaft, hoher Wille)

b) Was ist das Zu Erreichende? (in Bildern, in konkreten Worten, im Zustand am 31.12.2018)

c) Wann beginne ich damit? Und was sind die Aktivitäten, Maßnahmen, Vereinbarungen, die ich brauche und wann setze ich diese in Gang?

d) Wie viele Dinge/ Ziele nehme ich mir vor? (am besten max. 3 der wichtigsten Dinge, die ich nicht auf die lange Bank schiebe, sondern im Jänner auch starte mit den ersten Maßnahmen)

e) Wann überprüfe ich die ersten Umsetzungen, Erfolge, Wirkungen bzw. notwendigen ergänzenden Maßnahmen zur Realisierung meiner Vorhaben? (spät. Ende März, gut auch noch Anfang Juli, dann noch Ende September)

 

Diese 5 Punkte sind für die Verwirklichung essentiell! Wenn Du das berücksichtigst, steht Deinem Vorhaben und der Realisierung 2018 nichts mehr im Wege – außer Dir selbst!?

Welche Erfahrungen hast Du mit vorhaben und Umsetzung?

Was hilft Coachees  bspw. bei Ihren Umsetzungen?

Was sind die größten Hindernisse bzw. Stolpersteine für die Umsetzung?

 

November 2017 – Advent

Und wieder steht in wenigen Wochen der Advent „vor der Türe“. Das ist eigentlich die Zeit christlicher Besinnung und des „Ankommens“. Das Innehalten sollte uns auch als Coaches hilfreich sein.

Wie ist es in den vergangenen Coachings gelaufen?

Was waren meine wirkungsvollen Interventionen?

Wo ist es nicht so gelungen, das Gespräch weiter zu  bringen?

Ursprünglich entsprach der Begriff Advent dem griechischen Begriff ἐπιφάνεια epipháneia („Erscheinung“, siehe Epiphanias) und bedeutete im Römischen Reich Ankunft, Anwesenheit, Besuch eines Amtsträgers, insbesondere die Ankunft von Königen oder Kaisern (adventus Divi „Ankunft des göttlichen Herrschers“). Es konnte aber auch die Ankunft der Gottheit im Tempel ausdrücken. Dieses Wort übernahmen die Christen, um ihre Beziehung zu Jesus Christus zum Ausdruck zu bringen (Wikipedia)

Wie bereiten wir uns auf das neue Jahr vor, persönlich bzw. beruflich?

Welche „Ankunft“ ist uns 2018 wichtig?

Wie stellen wir uns eigentlich auf das Weihnachtsfest ein? Was ist uns wichtig an Beziehungsqualität zu Weihnachten?

Wie durchlaufen wir die Adventszeit? Mit hektischen Weihnachts-einkäufen oder mit besinnlichen Stunden?

Oktober 2017 – Der Coach

Set etwa 3 Jahrzehnten ist Coaching in Europa eine neue Form der Begleitung, zuerst von Führungskräften und später praktisch von „Jedermann/frau“. Was ist nun diese/r Begleiter/in von fragenden Personen? Was ermächtigt ihn/ sie zur Ausübung?  Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten muss diese Person mitbringen?

Hier streiten sich die Geister! Einerseits wird nicht nur heute betont, dass ein psychologischer Hintergrund, eine psychologische Ausbildung notwendig sind, andererseits geht es um die praktische Seite des Lebens, des Berufs. Da ist der lebensgewandte Coach wichtig.

Geht es um die praktische Begleitung von Einzelpersonen, so wird ein Geschick auf mehreren Ebenen den Coach ausmachen. Die Verbände haben hier auch „Richtlinien“ entwickelt, wie bspw. der DBVC. Die ISO-Prüfung zum Coach umfasst 8 Kriterien, die der Coach nicht nur bei der Prüfung sondern vor allem im Coaching dann „liefern“ muss. Allen voran Beziehungsqualität, weiters Zielorientierung, Interaktionsqualität (vom Zuhören bis zum klaren und einfachen Sprechen), dann auch ethische Klarheit und Evaluations-Qualitäten usw.

Es bedarf des psychologischen Geschicks und der Einfühlsamkeit, andererseits auch des praktischen Wissens um Organisation, Struktur und systemische Bezogenheit. Also einer hohen Bandbreite an Fähigkeiten und Fertigkeiten und nicht wie so manche Personen in der Anfangszeit glaubten, kraft eigenem Ermächtigung „weil ich reden kann“.

Inzwischen haben auch viele Coachees nicht nur ein, sondern zwei oder mehr Coachings absolviert und sind auch „anspruchsvoller“ geworden, mit welchem Coach sie an ihren eigenen Themen arbeiten möchten.

Welche Erfahrungen hast du als Coach gemacht?

Wie reagieren heute Coachees auf Coaching?

Welche Fähigkeiten/Fertigkeiten siehst Du als besonders wichtig im  heutigen Coaching?

 

September 2017 – Der Coachee

In vielen Veröffentlichungen wird immer über den Coach geredet, wie er sein soll, welche Kompetenzen er  aufweisen soll, was er an Hintergrund haben soll usw.

Heute reden wir mal über den Coachee:

Die zunehmende Zahl der Ideen suchenden und Coaching empfänglichen Menschen ist stark gestiegen und daher ist die Frage notwendig: Ist wirklich jeder Mensch für Coaching geeignet und ist für jede Anfrage Coaching das passende „Rezept“?!

Ich spreche von vier  Voraussetzungen, die der Coachee mitbringen muss, damit Coaching eine sinnvoll Aktivität ist. Der Coachee  braucht Lern- und Veränderungsbereitschaft (Coaching ist immer Veränderung pur), er bringt Selbstverantwortung mit (steht gerade für Probleme und Vorhaben), er hat Erfahrung mit dem Thema direkt oder indirekt (Coaching ist keine Lern- und Trainingshilfe) und kann sich selbst reflektieren.

Nur mit diesen Voraussetzungen ist Coaching eine passende Investition und wirksame Vorgehensweise.

Wenn der Coachee Wünsche wie „üben und trainieren“ oder „Tipps und Vorschläge bekommen“ hat, dann ist ein (Persons)-Training oder eine persönliche Beratung angebracht. nicht Coaching als Reflexions- und Entwicklungs-Arbeit. Hier wird in der Praxis oft „alter Wein in neuen Schläuchen „fabriziert.

Wie erlebst Du die Coachees?

Welche Fragen, Bedürfnisse bringen Coachees so mit ins Coaching? Welche verschiedenen „Beratungs-Formen“ siehst du als Alternativen zu Coaching auch?

Wie überprüfst du deren „Coachbarkeit“ anhand der genannten Kriterien?

August 2017 – Internes Coaching

Durch die Bekanntheit des Begriffes „Coaching“ wird heute vieles mit diesem Begriff in der Landschaft des Lernens und der Weiterentwicklung versehen. So auch beim Begriff „internes Coaching“. Wenn betriebsintern Coaching gemacht wird, auch von Mitgliedern des Unternehmens als Coach, ist Vorsicht am Platze.

Das Unternehmen muss so groß sein, dass Coach und Coachee einander nicht kennen oder miteinander zu tun haben! Die Zielsetzung muss auch vom Coachee kommen, nicht vom Vorgesetzten oder von der Personalentwicklung selbst! Beim Coaching geht es auch um Weiterentwicklung, nicht um „Verhaltenskorrektur“ beim Coachee.

Auch wenn der Coach von aussen kommt, ist es wichtig den Coachee als Zielgeber zu betrachten. Die Bezahlung des Coachings durch das Unternehmen rechtfertigt ethisch NICHT, dass das Unternehmen steuert und vorgibt, was Mitarbeiter/innen als Coachee lernen sollen.

Wie siehst du das?

Welche Erfahrungen hast Du dazu?