Mai 2018 – Kundenziele – wer bestimmt diese?

Bei Coaching ist es seit Anbeginn üblich, dass der Coachee ins Coaching mit seinen eigenen Zielen kommt bzw. diese vom Coach nachgefragt werden.

In den letzten Jahren häufen sich jedoch verschiedene andere „Ziel-Erfassungen“. Da ist z.B. eine Organisation, die von sich aus mit bestimmten Anliegen dem/der Mitarbeiter/in ein Coaching „verordnet“ und diese Vorstellungen auch dem Coach gegenüber als Ziele des Coachings äußert.

Da gibt es Coaching-Anbieter, die dem Coachee durch eine „Test-Batterie“ durchlaufen lassen, um daraus dann Ziele „abzuleiten“. Keine Frage, was den Coachee bewegt oder was er im Coaching möchte…

Da gibt es auch Coachs, die auf Grund erster Aussagen des Coachee bereits „wissen“, wo dem Coachee der Schuh drückt und sie dann für den Coachee, Zielsetzungen oder Schwerpunkte des Coachings formulieren. Der Coachee nickt dann oft brav ab…

Und da gibt es den Coachee, der auf die Frage des Coachs bspw. „was er im Coaching erreichen will“, Ziele äußert, die er selbst nicht entscheiden oder umsetzen kann…

All diese Ziel-Findungen sind problematisch und führen am Kern des Coachings vorbei. Nachfragen nach vom Coachee geäußerten Zielen zur Präzisierung sind passend, auch Spiegelung von möglichen dahinter liegenden „effektiveren“ Zielen als die genannten. Aber eines ist entscheidend: Dem Kunden Zeit geben, aus sich selbst die Antwort und die Zielformulierung zu finden und sie selbständig formulieren!

 

Wie erlebst Du in Deinen Coachings die Zielfindung?

Was  macht Zielfindungen oft schwierig bzw. beeinflusst die Zielfindung von außen?

Wie „hilfst“ du dem Coachee seine Ziele „zu finden“ bzw. „selbständig zu formulieren“?

 

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April 2018 – Vorab-Checks

In den letzten Jahren hat sich am Markt gezeigt, dass es Coaching-Angebote gibt, wo der Coach bzw. die Firma vom Coachee  vorab einige „Ergebnisse“ haben möchte.  So werden ganze Datenbatterien von Tests über den Coachee „ausgeschüttet“, bevor er in ein Coaching gehen kann.

Da wird das Kind mit dem Bad ausgeschüttet!

Ein/e Kunde/in, der/ die mit Fragen an einen Coach kommt, möchte in möglichst kurzer Zeit sich selbst hinterfragen und Lösungen entwickeln, um erfolgreich die Zukunft zu dem Thema zu bewältigen.

Wenn ein Coach sehr viele persönliche Testergebnisse des Coachee will, taucht die Frage auf, welche Professionalität er im Coaching selbst einbringt. Braucht er „Material“ oder genügen nicht auch Beobachtungen im Hier und Jetzt, mit Nachfragen, die gezielt zum Thema, zum Problem oder zum Ziel zu stellen sind.

Es ist ein schwacher Coach, der viele Daten aus der Vergangenheit des Coachee sammelt! Coaching ist keine Therapie. Es geht nicht um Vergangenheits-Bewältigung. Es geht auch nicht beim Coaching um Tiefschürfungen in der Psyche, um ein „Heute-Problem“ zu lösen.

Wie stehst Du zu den Vorab-Checks?

Was macht diese ev. sinnvoll bzw. was wird unnütz an Datenmaterial gesammelt?

Wieviel „Psyche“ brauche ich für die Coaching-Fragen des Coachee?

 

März 2018 – Verwässerung im Coaching-Markt

Coaching ist ja seit fast 3 Jahrzehnten der Renner geworden. Alles, was nach Veränderung oder Entwicklung schreit, wird heute als „Coaching“ bezeichnet. Da wird dem Ursprung des „Fahrgastes, der sagt wohin der Kutscher fahren soll“ zuwider gehandelt.

Eine Verwässerung des Coaching-Begriffs ist die Folge. Auch die Mischung von Coaching, Beratung und Training beginnt inzwischen Kreise zu ziehen, tut aber dem Coaching nicht gut. Coaching ist, andere durch ihre eigenen Ideen Selbstentwicklungs-Kraft zu verleihen und nicht durch Rat-Schläge von außen.

Coaching, Training und Beratung haben auch unterschiedlich Positionen zum Menschen. Während Coachs sich partnerschaftlich orientieren und auf Augenhöhe mit anderen agieren, ist der/die Trainer/in auf das „Nicht-Wissen“ des anderen, was er lernen muss, ausgerichtet. Der/die Berater/in – im Sinne der TA – hat noch stärker die Position des „Ich bin nicht ok (Coachee) und ich bin ok (Berater/in), woraus sich zwangsläufig Information, Belehrung, Rat-Schläge ergeben.

Inzwischen haben viele Menschen eine Menge an Wissen angehäuft. Da fehlt nicht Wissen heutzutage, sondern die Umsetzung und Anwendung des Wissens. das im Coaching am meisten gefördert wird.

Wie erlebst Du den heutigen „Coaching-Markt“?

Was ist Deine Position zum Umgang mit Coachees?

Was wären wichtige Punkte der konstruktiven Entwicklung des Coaching-Begriffs?

Februar 2018 – Reflexionen

Wie gehen wir mit Reflexionen nicht nur als Coachee sondern auch als Coach um?

Da gibt es die „Selbst-Rückschau“, in dem ich mich möglichst bald nach dem Coaching hinsetze und die Stunde Revue passieren lasse. Mir Fragen stelle nach Verlauf, nach wirksamen Fragen, nach Schwierigkeiten usw.

Weiters kann ich mir mit einer/m potenten Gesprächspartner/in einen „Außenblick“ gönnen, der den „blinden Fleck“ jedes Menschen, auch des Coach, erhellen kann. Da können Fragen gestellt werden, die ich mir selbst nicht gestellt hätte, da kommen Rückmeldungen mit einer anderen Sichtweise, die hilfreich sein kann.

Auch „Intervisionen“ in einer Gruppe Gleichgesinnter können hilfreich sein, um die eine oder andere Coaching-Stunde gut zu reflektieren und daraus für die weiteren Coachings zu lernen und alternative Aspekte zu überlegen.

Was sind Deine Vorlieben beim Reflektieren?

Wie oft reflektierst Du Deine Coachings?

Jänner 2018 – Vorhaben und Ziele

Jetzt zur Jahreswende und zu Sylvester wie Neujahr häufen sich wieder die „Sylvester-ansätze“ – die Vorhaben für das kommende Jahr. Vielfach werden dabei Formulierungen wie „mehr bewegen“ oder „gesünder ernähren“ oder auch „Gewicht abnehmen“ usw usw. verwendet.

Nicht nur, dass alle obigen Aussgen allgemeine Vorsätze und daher ungenau sind, sind sie auch MASSNAHMEN und keine Ziele bzw. Endergebnisse zu Jahresende 2018. Es fehlt daher die Orientierung und Ausrichtung, was ich mit diesen Maßnahmen erreichen will. Ein weiterer Punkt ist die negative Aussage „Gewicht abnehmen“. Es gibt keine negativen Ziele, weil sie in die Vergangenheit weisen und außerdem auf der Ebene Motivation keine Orientierung ergeben wie besser statt 70 nun 65 kg oder „Jahresende 65 kg“.

Besser wäre Ziele bis zum Jahresende 2018 wie „eine Runde in 15 min. laufen können“ (statt bisher 18 min bspw.) oder „Anteil Gemüse 30 % am Tagesessen“ usw. usw.

Was sind konkrete, überprüfbare und erreichbare Ziele, die statt den Sylvester-vorsätzen auch wirklich eine Orientierung geben und durch die genannten Maßnahmen anstrebbar sind. Wobei es gut ist, diese Aktivitäten und den Weg zum Ziel auch vierteljährlich zu überprüfen. Sonst wird die (negative) Überraschung zum Jahresende  „perfekt“.

Wie habe ich meine Ziele 2018 formuliert? Sind es konkrete Endergebnisse oder gute Vorsätze?

Wie geht es meinen Coachees? Wo gibt es hier fadenscheinige Sylvester-Ansätze oder fantasiereiche Wünsche? Was kann ich tun, damit die Coachees genauer werden, sich Ziele vornehmen und mit welchen Maßnahmen sie daran arbeiten wollen…

 

Dezember 2017 – Vorhaben

Vorhaben 2018

Das Jahresende ist nicht mehr weit. Das ist oft die Zeit, sich verschiedene Überlegungen für das kommende Jahr anzustellen, Ziele zu formulieren, Maßnahmen zu planen…

Wie gehe ich nun an diese Vorhaben effektiv heran, sodass sie nicht nur Schaumschlägerei werden?

a) Was interessiert mich für 2018 besonders? Was möchte ich da unbedingt angehen? (Skala von 1 – 10 bei mindestens 7/8 – d.h. viel Energie, starke Bereitschaft, hoher Wille)

b) Was ist das Zu Erreichende? (in Bildern, in konkreten Worten, im Zustand am 31.12.2018)

c) Wann beginne ich damit? Und was sind die Aktivitäten, Maßnahmen, Vereinbarungen, die ich brauche und wann setze ich diese in Gang?

d) Wie viele Dinge/ Ziele nehme ich mir vor? (am besten max. 3 der wichtigsten Dinge, die ich nicht auf die lange Bank schiebe, sondern im Jänner auch starte mit den ersten Maßnahmen)

e) Wann überprüfe ich die ersten Umsetzungen, Erfolge, Wirkungen bzw. notwendigen ergänzenden Maßnahmen zur Realisierung meiner Vorhaben? (spät. Ende März, gut auch noch Anfang Juli, dann noch Ende September)

 

Diese 5 Punkte sind für die Verwirklichung essentiell! Wenn Du das berücksichtigst, steht Deinem Vorhaben und der Realisierung 2018 nichts mehr im Wege – außer Dir selbst!?

Welche Erfahrungen hast Du mit vorhaben und Umsetzung?

Was hilft Coachees  bspw. bei Ihren Umsetzungen?

Was sind die größten Hindernisse bzw. Stolpersteine für die Umsetzung?

 

November 2017 – Advent

Und wieder steht in wenigen Wochen der Advent „vor der Türe“. Das ist eigentlich die Zeit christlicher Besinnung und des „Ankommens“. Das Innehalten sollte uns auch als Coaches hilfreich sein.

Wie ist es in den vergangenen Coachings gelaufen?

Was waren meine wirkungsvollen Interventionen?

Wo ist es nicht so gelungen, das Gespräch weiter zu  bringen?

Ursprünglich entsprach der Begriff Advent dem griechischen Begriff ἐπιφάνεια epipháneia („Erscheinung“, siehe Epiphanias) und bedeutete im Römischen Reich Ankunft, Anwesenheit, Besuch eines Amtsträgers, insbesondere die Ankunft von Königen oder Kaisern (adventus Divi „Ankunft des göttlichen Herrschers“). Es konnte aber auch die Ankunft der Gottheit im Tempel ausdrücken. Dieses Wort übernahmen die Christen, um ihre Beziehung zu Jesus Christus zum Ausdruck zu bringen (Wikipedia)

Wie bereiten wir uns auf das neue Jahr vor, persönlich bzw. beruflich?

Welche „Ankunft“ ist uns 2018 wichtig?

Wie stellen wir uns eigentlich auf das Weihnachtsfest ein? Was ist uns wichtig an Beziehungsqualität zu Weihnachten?

Wie durchlaufen wir die Adventszeit? Mit hektischen Weihnachts-einkäufen oder mit besinnlichen Stunden?