Jänner 2019 – Vorhaben

Viele Menschen überlegen sich zu Jahreswechsel Vor-Sätze. Viele dieser Gedanken scheitern schon in den ersten Wochen des neuen Jahres. Oftmals schlägt auch zu Buche, dass die meisten Vorhaben mündlich und in Gedanken getroffen werden und nicht schriftlich festgelegt werden.

Was sind Hauptgründe für dieses Scheitern?

  • Ungenaue Angaben (z.B. gesünder leben statt bspw. wöchentlich 2 Gemüsetage oder bis Jahresende 80 kg erreichen…)
  • Maßnahmen statt Ziele (bspw. regelmäßig laufen gehen statt Endes des Jahres 5 km in 25:00 erreichen)
  • Keine Überprüfungen (bspw. es laufen lassen und nicht kontrollieren)
  • Keine Verbündeten (alleine durchwursteln ohne Information oder Einladung)
  • Zu viel auf einmal (etwa mehrere Ziele, die einander im Wege stehen oder sogar widersprechen statt sich auf eines zu konzentrieren)
  • Sich überfordern weil bspw. der „sportliche Level“ unbekannt oder zu gering für das angepeilte Ziel (fehlende medizinische oder sportphysiologische Checks)

 

Wie hältst Du es mit den Vorhaben 2019?

Was sind Deine Ziele? (oder gar Maßnahmen?) und wie viele?

Welche Verbündeten bzw. Unterstützer hast Du? (Partner/in, Freunde…)

 

 

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Dezember 2018 – Psychotherapie vs. laissez-faire

Heutzutage wird oft von „Coaching“ als verkappte Psychotherapie geredet, andererseits entsteht der Eindruck, dass der Coachee alles selber machen „muss“, sozusagen nach dem französischen Begriff „laissez faire“, mach´s allein!?.

Beides ist für konkretes und effektives Coaching falsch!

Ein Coach tut gut daran, einen psychologischen bis psychotherapeutischen Hintergrund sein eigen nennen zu können, aber sich auch abzugrenzen und im praktischen Alltag des Coachee zu bleiben und nicht das eine oder andere an „Hintergründen“ zu vermuten und aus sich heraus da „einzugreifen“.

Es geht im Coaching aber auch nicht darum, nur den Coachee „anzustossen“ und dann ihm /ihr alles selber im Gespräch machen zu lassen. Die Gesprächsführung liegt beim Coach, die Aktivierung des Coachee ist auch ein Thema, nicht die Antworten oder die Umsetzung. Hier sollte der Coachee eigenständig aus dem „Lernprozess“ seine Ableitungen, Entscheidungen und Vorhaben  treffen.

Wie kann ich als Coach mit breitem Hintergrund, gut zuhören und auf das Thema bzw. die Frage des/ der Kunden/Kundin eingehen ohne den eigenen Hintergrund zu verleugnen, aber nicht als Maßstab für den Coachee einzubringen?

Wie siehst du Deine Coaching-Haltung?

Was ist für Dich dabei wichtig?

Wo sind die größten Gefahren der „Vereinnahmung“ des Coachee im Prozess?

 

November 2018 – Coaching ist „Arbeit am blinden Fleck“

Wir alle haben unseren blinden Fleck, will heißen, dass andere Leute etwas wahrnehmen, was wir selbst nicht sehen.

Coaching ist dabei eine Möglichkeit, durch Besprechung von Situationen, durch Fragen und Feedback, durch Wahrnehmungen des Coach Dinge „zu entdecken“, die die Person selbst nicht sieht oder „anders sieht“. Dabei ist die Außensicht entscheidend, denn davon gehen „alle Menschen meines Umfeld“ eigentlich aus!

Der blinde Fleck (aus dem JOHARI-Modell von Joe Luft und Harry Ingham) kann zur Aufhellung der Situations-Wahrnehmung beim Coachee führen und ihm helfen, eine Variante zu seiner Sichtweise hinzu zu nehmen.  Damit steht auch einer veränderten Vorgehensweise, neuen Alternativen zur Situation „kaum mehr etwas im Wege“.

 

Wie oft brauchst Du als Coach die Arbeit am blinden Fleck?

Welche Vorgehensweisen, Instrumente, kommunikativen Mittel setzt Du dabei ein, die hilfreich sind?

Als Coachee: Wie oft sitze ich meinem blinden Fleck auf? Wie kann ich mir andere Sichtweise zu eigen machen? Wie kann ich nach Feedback und Spiegelung fragen?

 

Oktober 2018 – Digitalisierung im Coaching

Ein modernere Begriff geistert auch seit einiger zeit durch die Coaching-Szene: Digitalisierung.

In einer Welt des Internets, der Facebooks und Twitters, der Schriftlichkeit und Vernetzung hätte es überrascht, wenn Coaching „außen vor“ geblieben wäre.

Was ist nun die Ergänzung zum persönlichen Gespräch? Was kann es bringen bzw. was „kostet“ es? Das sind einfache, aber wichtige Fragen für Coachs und Coachees.

Ein Coachee hat natürlich Interesse, wenig Fahrtstrecken und -zeit zurückzulegen. Am besten über alle technischen Möglichkeiten Coachings abzuwickeln. Aber kann in diesem technisierten Verfahren der Mensch wirklich sichtbar werden oder ist es nur ein „Fake“ oder ein oberflächliches sozial akzeptiertes Statement?

Der Coachee kann gerne Antworten schreiben – über Mail – und der Coach kann gerne Fragen stellen – über Internet usw. Aber die „Begegnung“ und die „Beziehung“ leisten den eigentlichen Teil der Arbeit. Wie reagiert der Coachee auf Fragen (emotional, nonverbal nicht nur verbal)? Wie erkenne ich als Coach Mimik und Gestik des Coachee in Übereinstimmung zum Inhalt oder gibt es hier Unterschiede?

Lassen wir daher die Kirche im Dorf. Die Digitalisierung und Technisierung des Coachings kann Rahmenbereiche und Inhaltsaspekte betreffen, jedoch die Beziehungsqualität wird damit nicht geschaffen. Und Beziehung ist ein zentraler Aspekt des Coachings.

Wo setzt Du Technik im Coaching ein?

Wie schaffst du Beziehungsqualität?

September 2018 – „Schule“ und Coaching

Mit diesem Monat beginnt wieder die Schule. Die Ferien sind vorbei und die Schule ist wieder in aller Munde, bei den Schülerinnen und Schülern, bei den Eltern, bei den Lehrern. Auch die Veränderungen, die Herausforderungen, die Schwierigkeiten, die existieren.

Was hat Coaching damit zu tun?

Coaching kann die Fragen und Probleme der Betroffenen nicht nur zum Thema machen, sondern auch durch die Vorgehensweise Ideen anregen, Alternativen entwickeln helfen, neue Sichtwinkel ermöglichen usw.

Coaching kann für Schülerinnen und Schüler eine mögliche Unterstützung darstellen – von professionellen Kräften, nicht von Lehrern, die diese Schüler selbst in der Klasse zu betreuen haben.

Coaching kann für Lehrerinnen und Lehrer eine Hilfe darstellen. Mit professionellen Kräften ihre Fragen und Sorgen besprechen können und Überlegungen für Verbesserungen anzustellen – nicht nur „untereinander“ Erfahrungen austauschen. Da kann leicht „mehr desselben“ oder „neue Fehler“ ein Thema sein.

Sogar Coaching für Eltern wäre eine sinnvolle Variante. Mit professionellen Personen die eigenen Fragen, sorgen mit den Kindern oder Schwierigkeiten zu besprechen. Den „Bremsklotz“ dort lösen, wo Eltern nicht mehr weiter wissen und sich im Kreise drehen.

Wie siehst du diese Möglichkeiten?

Werden diese schon genutzt oder ist da noch Nachholbedarf?

Coaching-Verbände und Ausbildungs-Institute können da sicherlich auch weiterhelfen!

August 2018 – Coaching und…

Heute möchte ich mal auf die vielen Coaching und-Titel schauen. Da hat sich ja eine eigene „Sektion“ aufgemacht, alten Wein (Beratung) in neue Schläuche (Coaching) zu gießen!

Da schwirren Begriffe wie „Finanz-Coaching“ (Finanzberatung!?)  oder „Kinder-Coaching“(Erziehungs-Beratung?!) wie auch „Personal-Coaching“ (sportliches Training!?), „Unternehmer-Coaching“ (persönliche Selbständigen-Beratung!?) und auch Organisations-Coaching (Organisations-Entwicklung im besten Fall!?) durch den Raum.

Ich finde diese Begriffe verwirren unbedarfte Personen und auch Führungskräfte wie Fachleute werden irritiert. In Wirklichkeit verkauft „jeder Krämer seine Ware“, mit dem Anflug von Exklusivität mit dem Bindestrich-Coaching Begriff, wie es schon vor einiger Zeit der Doyen des Coachings, Wolfgang Loos, formulierte.

Welche Begriffe hast Du noch gefunden in dieser Richtung? Ein Austausch wäre nett und würde auch zeigen wie weit verbreitet diese „Masche“ schon ist.

Hier sollten wir als professionelle Coaches einiges tun,, damit diesem Sektor nicht noch mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird und Schein-Coaching plötzlich zum Coaching für so manche Menschen wird.