März 2019 – Coach-Kompetenzen

Coaching ist seit den 80er Jahren ein wichtiges Instrument der Personalentwicklung und persönliche Weiterentwicklung. Waren es am Anfang Coachs, die als erfahrene Berater Führungskräfte und Unternehmer bei ihren praktischen Alltag begleiteten, sind es heute eine weite Palette von Coachees die Coaching nachfragen.

Ein Thema bewegt dabei immer wieder: Was bringt der Coach an Kompetenzen mit?

Anfänglich schien es so, wie wenn die Fachkenntnis des Coach ein wesentliches Element ist. Das wurde aber rasch durch die emotionale Kompetenz des Coach abgelöst. Das wurde besonders bedeutsam durch die fragende Haltung und die Unterstützung des Coachee zu seinen eigenen Gedanken und Lösungsideen.

Mit den Coach-Kompetenzen haben sich sowohl die Fachverbände (ACC-österr. Dachverband für Coaching wie auch der DBVC- deutscher Berufsverband für Coaching, und die ICF-international Coach Federation) und Ausbildungsinstitute wie TRIGON auseinandergesetzt. Wir reden heute von zentralen 8 Coach-Kompetenzen.

Was ist aus heutiger Sicht gegenüber den 80er Jahren anders? Oder sind es die gleichen Kompetenzen, die ein Coach auch heute benötigt?

Was ist Deine Erfahrung?

 

 

 

Werbeanzeigen

Februar 2019 – Effektivität

Ein  Begriff begleitet Coaching seit Jahren: Effektivität.

Was ist nun Effektivität? Der angestrebte „Punkt“ wird vollständig erreicht! D.h. die vorgenommenen (abgeklärten und möglichen) Ziele werden am Ende des Coachings positiv reflektiert und der Coachee ist dort angekommen, wo er hinwollte.

Das ist aber nicht immer so in Wirklichkeit. Oft wird auf ungenaue Ziele gesetzt, der Coaching-Verlauf mit vielen andren Themen gespickt, „Nebensächliches“ wird zur Hauptsache usw.

Der Coach ist auf Grund seiner Rolle und Ethik „verpflichtet“, um die Ziele des Coachee sich zu kümmern. Nicht durch Beratung, aber auch nicht durch Laissez-faire. Viele Methoden und Instrumente wie Frage-Technik, Visualisierungsmethoden u.a.m. unterstützen, effektiv zu werden. Dazu gehört natürlich ein passendes Verständnis und Eingehen auf den Coachee und der zur Situation passende Instinkt zur richtigen Methode. Das ist nicht selbstverständlich. Das bedarf einer sinnvollen Ausbildung, einem guten Selbstverständnis (kein Ego-Trip) und Empathie zum Coachee und der Situation.

Effektivität ist auch gut messbar. Es genügt, den Coachee am Schluss zu fragen: Wenn sie nun die Ziele von Beginn hernehmen? Zu welchem Maß (1-10 oder 1-100) sind sie ihrer Meinung nach erreicht? Mit welchen Beispielen kann das bestätigt werden?

Dann sieht jeder Coach wie effektiv er gearbeitet hat!

Viel Erfolg beim effektiven Arbeiten als Coach und Freude mit den Ergebnissen des Coachee!

 

 

Jänner 2019 – Vorhaben

Viele Menschen überlegen sich zu Jahreswechsel Vor-Sätze. Viele dieser Gedanken scheitern schon in den ersten Wochen des neuen Jahres. Oftmals schlägt auch zu Buche, dass die meisten Vorhaben mündlich und in Gedanken getroffen werden und nicht schriftlich festgelegt werden.

Was sind Hauptgründe für dieses Scheitern?

  • Ungenaue Angaben (z.B. gesünder leben statt bspw. wöchentlich 2 Gemüsetage oder bis Jahresende 80 kg erreichen…)
  • Maßnahmen statt Ziele (bspw. regelmäßig laufen gehen statt Endes des Jahres 5 km in 25:00 erreichen)
  • Keine Überprüfungen (bspw. es laufen lassen und nicht kontrollieren)
  • Keine Verbündeten (alleine durchwursteln ohne Information oder Einladung)
  • Zu viel auf einmal (etwa mehrere Ziele, die einander im Wege stehen oder sogar widersprechen statt sich auf eines zu konzentrieren)
  • Sich überfordern weil bspw. der „sportliche Level“ unbekannt oder zu gering für das angepeilte Ziel (fehlende medizinische oder sportphysiologische Checks)

 

Wie hältst Du es mit den Vorhaben 2019?

Was sind Deine Ziele? (oder gar Maßnahmen?) und wie viele?

Welche Verbündeten bzw. Unterstützer hast Du? (Partner/in, Freunde…)

 

 

Dezember 2018 – Psychotherapie vs. laissez-faire

Heutzutage wird oft von „Coaching“ als verkappte Psychotherapie geredet, andererseits entsteht der Eindruck, dass der Coachee alles selber machen „muss“, sozusagen nach dem französischen Begriff „laissez faire“, mach´s allein!?.

Beides ist für konkretes und effektives Coaching falsch!

Ein Coach tut gut daran, einen psychologischen bis psychotherapeutischen Hintergrund sein eigen nennen zu können, aber sich auch abzugrenzen und im praktischen Alltag des Coachee zu bleiben und nicht das eine oder andere an „Hintergründen“ zu vermuten und aus sich heraus da „einzugreifen“.

Es geht im Coaching aber auch nicht darum, nur den Coachee „anzustossen“ und dann ihm /ihr alles selber im Gespräch machen zu lassen. Die Gesprächsführung liegt beim Coach, die Aktivierung des Coachee ist auch ein Thema, nicht die Antworten oder die Umsetzung. Hier sollte der Coachee eigenständig aus dem „Lernprozess“ seine Ableitungen, Entscheidungen und Vorhaben  treffen.

Wie kann ich als Coach mit breitem Hintergrund, gut zuhören und auf das Thema bzw. die Frage des/ der Kunden/Kundin eingehen ohne den eigenen Hintergrund zu verleugnen, aber nicht als Maßstab für den Coachee einzubringen?

Wie siehst du Deine Coaching-Haltung?

Was ist für Dich dabei wichtig?

Wo sind die größten Gefahren der „Vereinnahmung“ des Coachee im Prozess?

 

November 2018 – Coaching ist „Arbeit am blinden Fleck“

Wir alle haben unseren blinden Fleck, will heißen, dass andere Leute etwas wahrnehmen, was wir selbst nicht sehen.

Coaching ist dabei eine Möglichkeit, durch Besprechung von Situationen, durch Fragen und Feedback, durch Wahrnehmungen des Coach Dinge „zu entdecken“, die die Person selbst nicht sieht oder „anders sieht“. Dabei ist die Außensicht entscheidend, denn davon gehen „alle Menschen meines Umfeld“ eigentlich aus!

Der blinde Fleck (aus dem JOHARI-Modell von Joe Luft und Harry Ingham) kann zur Aufhellung der Situations-Wahrnehmung beim Coachee führen und ihm helfen, eine Variante zu seiner Sichtweise hinzu zu nehmen.  Damit steht auch einer veränderten Vorgehensweise, neuen Alternativen zur Situation „kaum mehr etwas im Wege“.

 

Wie oft brauchst Du als Coach die Arbeit am blinden Fleck?

Welche Vorgehensweisen, Instrumente, kommunikativen Mittel setzt Du dabei ein, die hilfreich sind?

Als Coachee: Wie oft sitze ich meinem blinden Fleck auf? Wie kann ich mir andere Sichtweise zu eigen machen? Wie kann ich nach Feedback und Spiegelung fragen?

 

Oktober 2018 – Digitalisierung im Coaching

Ein modernere Begriff geistert auch seit einiger zeit durch die Coaching-Szene: Digitalisierung.

In einer Welt des Internets, der Facebooks und Twitters, der Schriftlichkeit und Vernetzung hätte es überrascht, wenn Coaching „außen vor“ geblieben wäre.

Was ist nun die Ergänzung zum persönlichen Gespräch? Was kann es bringen bzw. was „kostet“ es? Das sind einfache, aber wichtige Fragen für Coachs und Coachees.

Ein Coachee hat natürlich Interesse, wenig Fahrtstrecken und -zeit zurückzulegen. Am besten über alle technischen Möglichkeiten Coachings abzuwickeln. Aber kann in diesem technisierten Verfahren der Mensch wirklich sichtbar werden oder ist es nur ein „Fake“ oder ein oberflächliches sozial akzeptiertes Statement?

Der Coachee kann gerne Antworten schreiben – über Mail – und der Coach kann gerne Fragen stellen – über Internet usw. Aber die „Begegnung“ und die „Beziehung“ leisten den eigentlichen Teil der Arbeit. Wie reagiert der Coachee auf Fragen (emotional, nonverbal nicht nur verbal)? Wie erkenne ich als Coach Mimik und Gestik des Coachee in Übereinstimmung zum Inhalt oder gibt es hier Unterschiede?

Lassen wir daher die Kirche im Dorf. Die Digitalisierung und Technisierung des Coachings kann Rahmenbereiche und Inhaltsaspekte betreffen, jedoch die Beziehungsqualität wird damit nicht geschaffen. Und Beziehung ist ein zentraler Aspekt des Coachings.

Wo setzt Du Technik im Coaching ein?

Wie schaffst du Beziehungsqualität?