November 2017 – Advent

Und wieder steht in wenigen Wochen der Advent „vor der Türe“. Das ist eigentlich die Zeit christlicher Besinnung und des „Ankommens“. Das Innehalten sollte uns auch als Coaches hilfreich sein.

Wie ist es in den vergangenen Coachings gelaufen?

Was waren meine wirkungsvollen Interventionen?

Wo ist es nicht so gelungen, das Gespräch weiter zu  bringen?

Ursprünglich entsprach der Begriff Advent dem griechischen Begriff ἐπιφάνεια epipháneia („Erscheinung“, siehe Epiphanias) und bedeutete im Römischen Reich Ankunft, Anwesenheit, Besuch eines Amtsträgers, insbesondere die Ankunft von Königen oder Kaisern (adventus Divi „Ankunft des göttlichen Herrschers“). Es konnte aber auch die Ankunft der Gottheit im Tempel ausdrücken. Dieses Wort übernahmen die Christen, um ihre Beziehung zu Jesus Christus zum Ausdruck zu bringen (Wikipedia)

Wie bereiten wir uns auf das neue Jahr vor, persönlich bzw. beruflich?

Welche „Ankunft“ ist uns 2018 wichtig?

Wie stellen wir uns eigentlich auf das Weihnachtsfest ein? Was ist uns wichtig an Beziehungsqualität zu Weihnachten?

Wie durchlaufen wir die Adventszeit? Mit hektischen Weihnachts-einkäufen oder mit besinnlichen Stunden?

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Oktober 2017 – Der Coach

Set etwa 3 Jahrzehnten ist Coaching in Europa eine neue Form der Begleitung, zuerst von Führungskräften und später praktisch von „Jedermann/frau“. Was ist nun diese/r Begleiter/in von fragenden Personen? Was ermächtigt ihn/ sie zur Ausübung?  Welche Fähigkeiten und Fertigkeiten muss diese Person mitbringen?

Hier streiten sich die Geister! Einerseits wird nicht nur heute betont, dass ein psychologischer Hintergrund, eine psychologische Ausbildung notwendig sind, andererseits geht es um die praktische Seite des Lebens, des Berufs. Da ist der lebensgewandte Coach wichtig.

Geht es um die praktische Begleitung von Einzelpersonen, so wird ein Geschick auf mehreren Ebenen den Coach ausmachen. Die Verbände haben hier auch „Richtlinien“ entwickelt, wie bspw. der DBVC. Die ISO-Prüfung zum Coach umfasst 8 Kriterien, die der Coach nicht nur bei der Prüfung sondern vor allem im Coaching dann „liefern“ muss. Allen voran Beziehungsqualität, weiters Zielorientierung, Interaktionsqualität (vom Zuhören bis zum klaren und einfachen Sprechen), dann auch ethische Klarheit und Evaluations-Qualitäten usw.

Es bedarf des psychologischen Geschicks und der Einfühlsamkeit, andererseits auch des praktischen Wissens um Organisation, Struktur und systemische Bezogenheit. Also einer hohen Bandbreite an Fähigkeiten und Fertigkeiten und nicht wie so manche Personen in der Anfangszeit glaubten, kraft eigenem Ermächtigung „weil ich reden kann“.

Inzwischen haben auch viele Coachees nicht nur ein, sondern zwei oder mehr Coachings absolviert und sind auch „anspruchsvoller“ geworden, mit welchem Coach sie an ihren eigenen Themen arbeiten möchten.

Welche Erfahrungen hast du als Coach gemacht?

Wie reagieren heute Coachees auf Coaching?

Welche Fähigkeiten/Fertigkeiten siehst Du als besonders wichtig im  heutigen Coaching?

 

September 2017 – Der Coachee

In vielen Veröffentlichungen wird immer über den Coach geredet, wie er sein soll, welche Kompetenzen er  aufweisen soll, was er an Hintergrund haben soll usw.

Heute reden wir mal über den Coachee:

Die zunehmende Zahl der Ideen suchenden und Coaching empfänglichen Menschen ist stark gestiegen und daher ist die Frage notwendig: Ist wirklich jeder Mensch für Coaching geeignet und ist für jede Anfrage Coaching das passende „Rezept“?!

Ich spreche von vier  Voraussetzungen, die der Coachee mitbringen muss, damit Coaching eine sinnvoll Aktivität ist. Der Coachee  braucht Lern- und Veränderungsbereitschaft (Coaching ist immer Veränderung pur), er bringt Selbstverantwortung mit (steht gerade für Probleme und Vorhaben), er hat Erfahrung mit dem Thema direkt oder indirekt (Coaching ist keine Lern- und Trainingshilfe) und kann sich selbst reflektieren.

Nur mit diesen Voraussetzungen ist Coaching eine passende Investition und wirksame Vorgehensweise.

Wenn der Coachee Wünsche wie „üben und trainieren“ oder „Tipps und Vorschläge bekommen“ hat, dann ist ein (Persons)-Training oder eine persönliche Beratung angebracht. nicht Coaching als Reflexions- und Entwicklungs-Arbeit. Hier wird in der Praxis oft „alter Wein in neuen Schläuchen „fabriziert.

Wie erlebst Du die Coachees?

Welche Fragen, Bedürfnisse bringen Coachees so mit ins Coaching? Welche verschiedenen „Beratungs-Formen“ siehst du als Alternativen zu Coaching auch?

Wie überprüfst du deren „Coachbarkeit“ anhand der genannten Kriterien?

August 2017 – Internes Coaching

Durch die Bekanntheit des Begriffes „Coaching“ wird heute vieles mit diesem Begriff in der Landschaft des Lernens und der Weiterentwicklung versehen. So auch beim Begriff „internes Coaching“. Wenn betriebsintern Coaching gemacht wird, auch von Mitgliedern des Unternehmens als Coach, ist Vorsicht am Platze.

Das Unternehmen muss so groß sein, dass Coach und Coachee einander nicht kennen oder miteinander zu tun haben! Die Zielsetzung muss auch vom Coachee kommen, nicht vom Vorgesetzten oder von der Personalentwicklung selbst! Beim Coaching geht es auch um Weiterentwicklung, nicht um „Verhaltenskorrektur“ beim Coachee.

Auch wenn der Coach von aussen kommt, ist es wichtig den Coachee als Zielgeber zu betrachten. Die Bezahlung des Coachings durch das Unternehmen rechtfertigt ethisch NICHT, dass das Unternehmen steuert und vorgibt, was Mitarbeiter/innen als Coachee lernen sollen.

Wie siehst du das?

Welche Erfahrungen hast Du dazu?

Juli 2017 – Die Sprache im Coaching

Das Coaching-Symposium des Südtiroler Coaching-Verbandes in Bozen im Juni stand unter dem Motto „Sprache im Coaching“ – wie reden wir als Coaches, auch zur Methode passend.

„Positive Wording“ ist ein Begriff, den ich in den letzten Jahren immer wieder gebrauche. Wir haben als Coachs zu fördern, zu entwickeln, konstruktiv zu formulieren. Negatives sollte außen vor gelassen werden. Es geht um Ressourcen. Es geht um eine positive Sprache. Wenn der Kunde „Tipps und Tricks will“, muss ich das nicht verneinen, sondern kann positiv auch „wir werden gemeinsam dazu Lösungen entwickeln“ formulieren oder statt „das geht nicht“ sagen „was geht“.

Damit liefern wir sowohl eine konstruktive Seite, die zum Coaching passt, wie auch eine positive Unterstützung für das Machbare.

Wie steht es bei Dir mit positiven Formulierungen?

Wie kannst Du „negative Ausdrücke“ positiv (um)formulieren?

 

Juni 2017 – Aktionitis

In den letzten Jahren hat sich ein Begriff eingebürgert, der „übertriebenes Engagement“ meint:

Aktionitis

In vielen Situationen mit Schwierigkeiten, Problemen o. ä. m. haben die meisten von uns gelernt „sofort handeln“, „lösen“ auf Grund von Vermutungen.

Das führt dann vom Regen in die Traufe, d.h. es wird meist schlimmer. Bspw. wenn ein Umsatzrückgang von 25 % eintritt, „muss sofort mehr mit Kunden geschehen“ oder die Interessentenschar bricht auf einmal ein und die „Zielgruppe muss mehr angesprochen werden“.

In Wirklichkeit ist dieses Muster mit übertriebenem Energieeinsatz verbunden. Die Vermutung einer Ursache genügt den meisten Personen – und dabei sitzen sie ihren eigenen Fallen der Vorurteile, der Lieblingsideen usw. auf.

Viel besser wäre es, in Zeiten dieses (inneren) Drucks durchzuatmen, Ruhe zu bewahren und zu sammeln, was dahinter stecken könnte. Möglichst mit anderen Personen, die unvoreingenommen das Problem aufgreifen oder auch andere Blickwinkel einbringen. Dann kann der Hintergrund der MEHRFACHEN Ursachen gefunden werden und auf diese UrsacheN auch alternative Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden.

Die Abwägung der Möglichkeiten ergibt dann wahrscheinlich sinnvolle Interventionen und Verbesserungen. Der Zeitdruck behindert das effektive Vorgehen!

Wie erlebst Du Hektik im Alltag und Lösungsstrategien dazu?

Welche Erfahrungen hast Du mit Ursachenforschung gemacht?

Welche (Antreiber)-Muster sind da wirksam und welche Erlauber oder konstruktive Kerne passen dazu?

Mai 2017 – Achtsamkeit im Coaching

Wenn wir Coaching effektiv und entwicklungsorientiert betreiben wollen ist Achtsamkeit und Präsenz ein zentrales Thema.

Viele Coachs kämpfen am Anfang ihrer Tätigkeit mit sich selbst, dem Vorgehen und den anwendbaren Methoden. Der Coachee ist da immer wieder ein „indirekter Fokus“, will heißen mehr oder weniger stehen Vorgehen und Methodik im Mittelpunkt.

Achtsamkeit heißt Aufmerksamkeit auf das Geschehen und sein Gegenüber, heißt Fokussierung auf Aussagen und Verhaltensweisen, heißt Konzentration und Präsenz für das und im Gespräch.  Dabei sind Blickkontakt und Interesse am Anderen eine gute Voraussetzung. Das Abschalten eigener fluktuierender Gedanken trägt ebenso zur Achtsamkeit bei wie das Wahrnehmen von verbalen und nonverbalen Signalen des Gegenüber.

Achtsamkeit heißt aber auch sich selbst gegenüber  für Körperreaktionen sensibel zu sein. Reagiere ich bspw. mit erhöhter Spannung oder neige ich zu „Müdigkeit“ während des Coachings? Lenken mich äußere Einflüsse (stark) ab oder suche ich mehr in meinen Aufzeichnungen als ich dem Gegenüber Aufmerksamkeit widme?

Was sind meine Schwerpunkte und Fähigkeiten aufmerksam zu sein? Was kenne ich da bei und an mir? Was lenkt mich leicht ab oder „lässt unaufmerksam sein“?

Einstimmung auf das Coaching durch Ruhe und Einstellung auf das Gegenüber in der letzten Viertelstunde vor Beginn kann ebenso unterstützen wie Interesse an der Person und seinen Punkten, die die Person einbringt. Sich selbst gönnen, durchzuatmen, ev. (eingeübte) autogene Trainings-Einstimmung können weiters sinnvoll sein.

Was ist Dein Lieblings-Weg zu Aufmerksamkeit?

Was sind Deine Fallen zur Aufmerksamkeit, die Du vermeiden kannst?