Juni 2019 – Reflexion des Coach

Wie schaut es eigentlich mit der Reflexion und Weiterentwicklung des Coach selbst aus?

Nicht nur der Coachee steht am Prüfstand, hinterfragt sich, reflektiert seine Gegenwart und Vergangenheit usw., sondern auch dem Coach kann es für seine eigene Entwicklung weiterhelfen, sich zu hinterfragen und Situationen des Coachings zu reflektieren.

Es gibt drei Haupt-Varianten, dies zu tun: Selbst innerlich reflektieren, mit Bekannten bzw. Kollegen/innen Coachings Revue passieren lassen oder auch mit einen professionellen „Supervisor“ (Coach the Coach) Situationen zu hinterfragen.

Blinde Flecke können besonders durch andere Personen entdeckt werden – durch Fragen, Spiegelungen, Konfrontationen. Ein weiterer Blickwinkel wird auf die Situation gerichtet, die die Blickwinkel des Coach ergänzen können.

Selbst-Reflexion kann ein guter Beginn sein. Den inneren Film aus dem Coaching mal ablaufen lassen, inne halten, ob etwas auffällt, in Ruhe ein „Standbild“ wahrnehmen, um „schnell Abgelaufenes“ wie in Zeitlupe aufzunehmen.

Wie gehst Du als Coach Deine Coachings an?

Wie lernst Du aus den Erfahrungen für Deine weiteren Coachings?

 Wie holst Du Dir professionelle Unterstützung?

 

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Mai 2019 – Fragen vs. Antworten im Coaching

Durch die „Entwicklung“ des Coaching in verschiedene thematische wie strukturelle Richtungen taucht auch wieder die Frage der „Coach-Antworten“ auf Fragen des Coachee auf.

Coaching ist im engeren Sinne der Pfad, den der Coachee mit dem Coach beschreitet. Und auf diesem dann „Abzweigungen“, „neue Blickwinkel“, „neue Horizonte“ usw. entdeckt. Die Fragen des Coach sollen ihm helfen, eigene Ideen hervor zu bringen, eigene Gedanken zu fassen und Alternativen zu entwickeln, die ihm eine Lösung bzw. Antwort auf die Fragen oder Probleme geben.

Die Betonung, dass ein Coach auch „Antworten geben soll“, führen mich in den Beratungs-Sektor. Im engeren Sinne ist das dann „Be-RAT-ung“ und nicht mehr Coaching. Coaching entstand seinerzeit aus dem Bedürfnis der Führungskräfte – als Coachees – ein „sounding-board“, einen „facilitator“ zu haben, der nicht fertige Antworten gibt, sondern den Coachee bei seiner Fragestellung und deren Lösung begleitet.

Lernpsychologisch ist es auch wichtig, die Umsetzung an eigene Formulierungen und eigene Gedanken zu knüpfen und nicht nur an Aussagen anderer, die oftmals innerlich auch abgewehrt werden oder zumindest nicht „tiefer sinken“.

Daher: Die Kunst des Coach liegt bei gezielten, offenen und anregenden Fragen, zu denen die „Antworten“ des Coachee gehören (Achtung: tangentiale Antworten oder kryptische Antworten sind noch keine lösungsorientierten Antworten!)

Wie trennst du Coaching von Beratung?

Wie gelingt es Dir im Fragen- und Coaching-Bereich zu bleiben?

Welche „Verführungen“ des Coachee in Richtung Antworten gibt es?

April 2019 -Selbst-Coaching

Immer wieder taucht in Veröffentlichungen der Begriff „Selbst-Coaching“ auf. So mit der Annahme, dass sich interessierte Personen selbst coachen könnten.

Coaching kommt aus einer Vergangenheit, wo der Coachee als Kunde in der Kutsche sitzt und dem Kutscher das Ziel nennt, um dorthin geführt zu werden. Genauso ist es auch im Coaching, wo der Kunde sein Problem bzw. Ziel benennt und dann vom Coach durch die Zeit und Inhalte zum Ergebnis geführt wird.

Wenn ich selbst in der Kutsche sitze, dann sitze ich nicht am Kutschbock! Und wenn ich selbst Probleme und Fragen habe, und eigentlich nicht weiter weiß, wie soll ich dann selbst Lösungen finden??? Einfache Fragen oder Sachfragen lassen sich durch Methoden des Selbst-Management verbessern, ev. auch lösen, aber Coaching ist kein Selbst-Management-Ansatz!

Hier sollten wir im Coaching-Sektor die Kirche im Dorf lassen und nicht Begriffe oder Inhalte verwenden, die mit dem eigentlichen Coaching nichts zu tun haben. Coaching braucht die „Außensicht“ und die „Neutralität“ des Coach, um den Coachee seine blinden Flecke, seine Hintergründe und seine Alternativen zu erkennen – die er selbst nicht erkennen kann!

März 2019 – Coach-Kompetenzen

Coaching ist seit den 80er Jahren ein wichtiges Instrument der Personalentwicklung und persönliche Weiterentwicklung. Waren es am Anfang Coachs, die als erfahrene Berater Führungskräfte und Unternehmer bei ihren praktischen Alltag begleiteten, sind es heute eine weite Palette von Coachees die Coaching nachfragen.

Ein Thema bewegt dabei immer wieder: Was bringt der Coach an Kompetenzen mit?

Anfänglich schien es so, wie wenn die Fachkenntnis des Coach ein wesentliches Element ist. Das wurde aber rasch durch die emotionale Kompetenz des Coach abgelöst. Das wurde besonders bedeutsam durch die fragende Haltung und die Unterstützung des Coachee zu seinen eigenen Gedanken und Lösungsideen.

Mit den Coach-Kompetenzen haben sich sowohl die Fachverbände (ACC-österr. Dachverband für Coaching wie auch der DBVC- deutscher Berufsverband für Coaching, und die ICF-international Coach Federation) und Ausbildungsinstitute wie TRIGON auseinandergesetzt. Wir reden heute von zentralen 8 Coach-Kompetenzen.

Was ist aus heutiger Sicht gegenüber den 80er Jahren anders? Oder sind es die gleichen Kompetenzen, die ein Coach auch heute benötigt?

Was ist Deine Erfahrung?

 

 

 

Februar 2019 – Effektivität

Ein  Begriff begleitet Coaching seit Jahren: Effektivität.

Was ist nun Effektivität? Der angestrebte „Punkt“ wird vollständig erreicht! D.h. die vorgenommenen (abgeklärten und möglichen) Ziele werden am Ende des Coachings positiv reflektiert und der Coachee ist dort angekommen, wo er hinwollte.

Das ist aber nicht immer so in Wirklichkeit. Oft wird auf ungenaue Ziele gesetzt, der Coaching-Verlauf mit vielen andren Themen gespickt, „Nebensächliches“ wird zur Hauptsache usw.

Der Coach ist auf Grund seiner Rolle und Ethik „verpflichtet“, um die Ziele des Coachee sich zu kümmern. Nicht durch Beratung, aber auch nicht durch Laissez-faire. Viele Methoden und Instrumente wie Frage-Technik, Visualisierungsmethoden u.a.m. unterstützen, effektiv zu werden. Dazu gehört natürlich ein passendes Verständnis und Eingehen auf den Coachee und der zur Situation passende Instinkt zur richtigen Methode. Das ist nicht selbstverständlich. Das bedarf einer sinnvollen Ausbildung, einem guten Selbstverständnis (kein Ego-Trip) und Empathie zum Coachee und der Situation.

Effektivität ist auch gut messbar. Es genügt, den Coachee am Schluss zu fragen: Wenn sie nun die Ziele von Beginn hernehmen? Zu welchem Maß (1-10 oder 1-100) sind sie ihrer Meinung nach erreicht? Mit welchen Beispielen kann das bestätigt werden?

Dann sieht jeder Coach wie effektiv er gearbeitet hat!

Viel Erfolg beim effektiven Arbeiten als Coach und Freude mit den Ergebnissen des Coachee!

 

 

Jänner 2019 – Vorhaben

Viele Menschen überlegen sich zu Jahreswechsel Vor-Sätze. Viele dieser Gedanken scheitern schon in den ersten Wochen des neuen Jahres. Oftmals schlägt auch zu Buche, dass die meisten Vorhaben mündlich und in Gedanken getroffen werden und nicht schriftlich festgelegt werden.

Was sind Hauptgründe für dieses Scheitern?

  • Ungenaue Angaben (z.B. gesünder leben statt bspw. wöchentlich 2 Gemüsetage oder bis Jahresende 80 kg erreichen…)
  • Maßnahmen statt Ziele (bspw. regelmäßig laufen gehen statt Endes des Jahres 5 km in 25:00 erreichen)
  • Keine Überprüfungen (bspw. es laufen lassen und nicht kontrollieren)
  • Keine Verbündeten (alleine durchwursteln ohne Information oder Einladung)
  • Zu viel auf einmal (etwa mehrere Ziele, die einander im Wege stehen oder sogar widersprechen statt sich auf eines zu konzentrieren)
  • Sich überfordern weil bspw. der „sportliche Level“ unbekannt oder zu gering für das angepeilte Ziel (fehlende medizinische oder sportphysiologische Checks)

 

Wie hältst Du es mit den Vorhaben 2019?

Was sind Deine Ziele? (oder gar Maßnahmen?) und wie viele?

Welche Verbündeten bzw. Unterstützer hast Du? (Partner/in, Freunde…)