September 2016 Evaluation

Im Coaching wurde in den letzten Jahren viel Wert auf die Erfolgskontrolle gelegt. Besonders betriebsintern  werden viele Aktivitäten gesetzt, um die Wirkung und den Erfolg von Coachings festzustellen.

Wie soll nun effektive Evaluation, auf deutsch Erfolgskontrolle, vor sich gehen?

Eine Vorgehensweise und eine einfache Methode ist den Coachee direkt zu befragen, eine andere ist die Umwelt im Sinne einer 360 Grad Befragung zu kontaktieren. In beiden Fällen sind subjektive Wahrnehmungen Kern. Eine dritte Form sind Daten wie bspw. vorher-nachher-Messungen etwa von konkreten Indikatoren im Vorfeld, die dann nach dem Coaching überprüft werden. Eine vierte Form mit Daten aus dem Betrieb zu arbeiten, sind wirtschaftliche Kennzahlen und Controlling-Ergebnisse.

In beiden letzteren Fällen werden in den Daten auch andere Ereignisse sowohl des Coachee wie auch der organisatorischen Umfeld zu finden sein, sodass diese Form fragwürdig ist und kaum wirkliche Ergebnisse des Coachings abbildet.

Da sind persönliche Befragungen über Sichtbarkeit von Verhaltensveränderungen, vor allem bei Personen der direkten Umgebung, schneller und leichter zu vollziehen. Ist das 360 Grad Modell im Betrieb noch nicht eingeführt, auch bei Führungskräfte-Trainings, dann sollte es eher nicht verwendet werden.

in diesem Fall ist eine direkte Befragung des Coachee der sinnvollste und effektivste Weg. Es sollten nach Möglichkeit wenige Fragen sein und diese sollten klar und wahrheitsgemäß zu beantworten sein. Als beste/er Interviewer/in sollte eine externe neutrale Person berücksichtigt werden, weniger der/ die Personalentwickler/in oder gar nicht der direkte Vorgesetzte.

Zu beachten bei der Evaluation sind auch die „persönlichen Ziele“ des Coachee, die möglicherweise durch die Evaluation veröffentlicht werden und daher aus ethischen Gründen kritisch zu betrachten sind. Da ist eine „hidden evaluation“ überlegenswert, wo der Kunde selbst „Vorher / nachher“ seine Ziele nominell einschätzt, d.h. einen Vorher-Wert auf einer 10-teiligen Skala einschätzt und nachher die Erreichung dieses Elements ebenfalls auf einer 10-stufigen Skala.

Evaluation ist sinnvoll, aber die Rahmenbedingungen sind zu beachten und auch die Form kann Probleme zu einer effektiven Rückmeldung aufwerfen.

 

 

 

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